Nach wie vor besteht kein Anlaß, die bereits 1978 vom DIW vorgelegten und skeptisch beurteilten mittelfristigen Perspektiven zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in ihrer Grundaussage zu revidieren. Im Jahr 1980 hat das Wirtschaftswachstum - nach nur kurzer Expansionsphase - wieder unter dem damals vorgezeichneten Entwicklungspfad gelegen; noch gravierender schlägt der Konjunktureinbruch in diesem ...
Eine liberale Haltung gegenüber Importen von Fertigwaren aus Entwicklungsländern stößt angesichts gestiegener Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder bei einzelnen Produktgruppen und anhaltend hoher Arbeitslosigkeit in den Industrieländern verstärkt auf Widerstand. So wurden aus Furcht vor weiterem Beschäftigungsabbau in den unter Importdruck stehenden Wirtschaftszweigen auch von der EG in der zweiten Hälfte ...
Im Grundstoff- und Produktionsgütergewerbe der Bundesrepublik Deutschland konnte 1980 das Produktionsergebnis je Beschäftigtenstunde gegenüber dem Vorjahr nicht gehalten werden. Mit einem Rückgang um 2,2 vH war der Produktivitätsverlust sogar etwas stärker als im Jahre 1975 (- 1,7 vH). Da sich der effektive Lohnsatz 1980 um 7,6 vH erhöhte, stiegen die Lohnstückkosten im Grundstoffbereich um 10 vH. ...
Die vom Statistischen Bundesamt vorgenommene Umstellung der bisherigen Industriestatistik auf die neue Statistik für das verarbeitende Gewerbe war Anlaß, die im DIW seit Jahren geführte Berechnung des Produktionspotentials und seiner Auslastung vom alten auf den neuen Berichtskreis umzustellen. Die Neuberechnung liefert rückwirkend von 1950 an Jahresdaten für das verarbeitende Gewerbe, für die Bereiche ...
Bis 1990 will die UdSSR ihre Erdgaslieferungen nach Westeuropa um 40 Mrd. m3 erhöhen; davon sind allein 12 Mrd. m3 für die Bundesrepublik Deutschland vorgesehen. Kritiker befürchten eine zunehmende Abhängigkeit der Bundesrepublik von der Sowjetunion. Aus den sowjetischen Energieplänen geht indes hervor, daß die zusätzlichen Erdgaslieferungen den Rückgang der Erdölexporte ausgleichen sollen. Ein Verzicht ...