Das Einstimmigkeitsprinzip lässt eine wünschenswerte Reform des Stabilitätsund Wachstumpaktes in der nächsten Zeit unwahrscheinlich erscheinen. Als praktikable Alternative erscheint es aber möglich, seitens der Kommission nationale Abweichungen dann zu erlauben, wenn diese dem Geist der Verträge entsprechen und ein generalisierbares Experiment für eine spätere Neuformulierung darstellen. Als Beispiel ...
Der Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) steht nicht erst in der Kritik, seit immer mehr Länder Schwierigkeiten haben, seine Vorgaben zu erfüllen. Dennoch müssen Länder, die eine Währungsunion bilden, ein Interesse daran haben, ihr Finanzgebaren gegenseitig zu kontrollieren, da die Überschuldung eines Landes auf alle zurückfallen würde (vgl. De Grauwe 2003: 2). Die Frage ist, ob es geeignetere Regelungen ...
Volk und Stände der Schweiz beschlossen 2001, den absoluten Schuldenstand des Staates im Konjunkturverlauf zu begrenzen. Damit hat die Eidgenossenschaft einen Weg eingeschlagen, der sich von dem der Mitglieder des europäischen Stabilitätspaktes unterscheidet. Diese halten eine positive Obergrenze der Verschuldung relativ zur Wirtschaftsleistung für optimal. Dieser Beitrag soll zeigen, dass die Umsetzung ...
Das deutsche Bankensystem befindet sich seit Jahren in einer schwierigen Ertragslage, sichtbar in einer im internationalen Vergleich geringen Rendite. Bereits in der Vergangenheit wurde darauf mit Personalabbau, Fusionen und Schließung von Bankstellen reagiert; in Zeiten konjunktureller Schwäche werden Ertragsprobleme mit besonderer Schärfe sichtbar. In Deutschland haben öffentlich-rechtliche Kreditinstitute ...