"Während ein vierjähriger Wirtschaftschaftsaufschwung die Suchgütererzeugung über den Stand der Jahre 1928/29 hinausführte, liegen die Preise des Groß- und Einzelhandels im Durchschnitt noch um rd. ein Viertel bis ein Fünftel unter ihrem damaligen Höchststand. Der Preisanstieg von 1933 bis Januar 1937 war damit in Deutschland um etwa ein Drittel schwächer als in Großbritannien und noch nicht halb so stark wie in den Vereinigten Staaten von Amerika (in jeweiliger Landeswährung gerechnet). Für die gegenwärtige deutsche Preissituation ist die Preisstoppverordnung vom 26. November 1936 entscheidend, die Erhöhungen für alle Arten von Preisen (Waren, Dienstleistungen, Wohnungsmieten usw.) verbietet; Ausnahmen bilden nw· Einfuhrwaren, ""Neustoffe"" und einige Agrarstoffe, deren jahreszeitliche Preisbewegung planmäßig geregelt wird. Damit gewinnt das Problem der Preisbildung erhöhte Bedeutung; einmal werden die Preisspannen geringer (vgl. z. B . die ""Verordnung über die R egelung der Verbraucherpreise und Handelsspannen für Kraftfahrzeugersatzteile"" vom 18. Februar 1937), sodann ist ein Neubau der Wirtschaftsorganisationen im Gange (z . B . Auflösung der Personalunion von Fachgruppen und Kartellen)."
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