Im Gegensatz zu den Randstaaten, wo der Wirtschaftsanstieg eindeutig von der Belebung der Ausfuhr ausgegangen ist, liegen die Antriebskräfte in Polen im wesentlichen auf dem Binnenmarkt. Die schrittweise Milderung der bisherigen Deflationspolitik und die allmähliche Erhöhung der staatlichen Sonderausgaben für Arbeitsbeschaffung und Aufrüstung kamen in erster Linie den Investitionsgüterindustrien zugute. Mit der Einführung der Devisenzwangswirtschaft im Frühjahr 1936 sind die nötigen außenwirtschaftlichen Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden. Die allmähliche Erholung der Agrarwirtschaft schließlich hat die Aussichten für eine Verbreiterung und Verstärkung der Belebung bedeutend gebessert.
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