An den Weltrohstoffmärkten gewannen nach, einer leichten Erholung im Juli im August wiederum die Preisrückgänge die Oberhand. Von großem Einfluß war dafür neben den Störungen, die von dem ostasiatischen Konflikt ausgehen, vor allem der günstige Ausfall der diesjährigen Ernten. So ist nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen etwa bei Baumwolle mit einer neuen Rekord- Welternte zu rechnen, die wahrscheinlich erheblich größer ist als der im begonnenen Erntejahr zu erwartende Verbrauch. Auch. Die Weltgetreideversorgung ist 1937/38 reicher, als dies noch vor wenigen Wochen angenommen wurde. Der Preiseinbruch beschränkte sich im wesentlichen auf die Märkte der Agrar-Rohstoffe und der Nahrungsmittel. Die Metallpreise gaben zwar gegen Ende August meist ebenfalls etwas nach; der Preisstand der Vormonate wurde aber im großen und ganzen weiterhin beibehalten. Neuerdings scheinen sich die Märkte allgemein wieder etwas beruhigt zu haben. Das Anfang September erreichte Preisniveau liegt nun um etwa 6 v. H. unter dem Stand vom April, dem Höhepunkt der spekulativ stark übersteigerten Hausse von 1936/37.
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