"Der deutsch-italienische Außenhandel ist zur Zeit aus einem zweifachen Anlaß einer besonderen Betrachtung wert: Einmal ist er der sichtbarste Ausdruck der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder, wie sie sich aus der politischen Einheit ergeben hat, die im Herbst des vergangenen Jahres durch den Besuch des Duce in Deutschland und in diesen Tagen erneut durch den Besuch des Führers und Reichskanzlers in Italien bekräftigt wurde. Zum anderen aber ist es in einem Zeitpunkt, in dem der Welthandel wieder von neuen Rückgängen bedroht wird, auch unter „rein wirtschaftlichen"" Gesichtspunkten lehrreich, sich die Grunde des anhaltenden Anstiegs des gegenseitigen Außenhandels dieser beiden Länder zu vergegenwärtigen. Die übrige Welt glaubte vielfach, in dem Streben einiger Länder nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit, in dein Prinzip der Gegenseitigkeit und in den neuen Methoden des Verrechnungsverkehrs sowie der Ein- und Ausfuhrkontrolle, die in einer Reihe von Staaten Bestandteil der Handelspolitik geworden sind, mit die wichtigsten Ursachen der unbefriedigenden Entwicklung des Welthandels in den vergangenen Jahren sehen zu dürfen. Dem steht entgegen, daß Italien und Deutschland, die mit größter Energie das Ziel der höchstmöglichen Selbstversorgung verfolgen, gerade mit diesen neuen Mitteln der Handelspolitik einen anhaltenden Anstieg ihres gegenseitigen Warenaustausches erzielen können, während in der übrigen Welt die Außenhandelsumsätze schon wieder sinken."
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