DIW Wochenbericht 28 / 1938, S. 205
"Industrielle Produktion. Die gewerbliche Gütererzeugung ist in Deutschland weiter rasch aufwärts gerichtet. Im Zuge der Saisonbelebung ist die Indexziffer der industriellen Produktion (1928 = 100, ohne Nahrungs- und Genußmittel) von 16,2 im Januar auf 128,8 im Mai 1938 gestiegen. Damit ist die Produktion bereits wieder über den höchsten im vergangenen Jahr errechneten Stand (November 1937: 127,2) hinausgewachsen. Besonders stark ist nach wie vor der Zuwachs bei den Investitionsgüterindustrien. Hier wurde im Mai ein Produktionsstand (1928 = 100) von 143,9 erreicht, obwohl das jahreszeitliche Maximum in der Regel erst im Herbst liegt. Die Erzeugung von Verbrauchsgütern des elastischen Bedarfs ist im Mai 1938 um rd. 12 v. H. größer gewesen als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Der Aufschwung der deutschen Industriewirtschaft ist besonders bemerkenswert, weil die industrielle Weltproduktion gleichzeitig unter starken Rückschlägen zu leiden hat: Einem Rückgang der Weltproduktion von 1937 auf 1938 um rd. 10 v. H. steht eine Zunahme der deutschen Erzeugung um rd. 9 v. H. gegenüber."
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