Die wirtschaftliche Struktur des Protektorats Böhmen und Mähren unterscheidet sich nur wenig von der des Altreichs. Ähnlich wie im Altreich bildet auch in Böhmen und Mähren die Industrie mit rd. 38 v. H. aller Berufszugehörigen (im Altreich 39 v. H.) den bedeutendsten Erwerbszweig. Das neue Protektorat ist stärker industrialisiert als die Ostmark, doch bleibt sein Industrialisierungsgrad erheblich hinter dem des Sudetenlandes zurück. Dagegen ist die Landwirtschaft in Böhmen und Mähren mit rd. 28 v. H. aller Berufszugehörigen stärker vertreten als im Altreich (rd. 21 v. H.). Die Unterschiede in den übrigen Erwerbszweigen sind nicht erheblich; während im Altreich etwa 17 v. H. der Bevölkerung ihren Unterhalt in Handel und Verkehr finden, beträgt der entsprechende Anteil in Böhmen und Mähren ähnlich wie in der Ostmark etwa 15 v. H.
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