Bei den gegenwärtigen Bemühungen, die Währungen der ' dem Marshallplan angeschlossenen Länder frei konvertierbar zu machen, kommt der Entwicklung der europäischen Zahlungsbilanz gegenüber der übrigen Welt, insbesondere gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika, ganz besondere Bedeutung zu. Es ist daher sehr zu begrüßen, daß der vor kurzem vom Department of Economic Affairs der Vereinigten Nationen in Genf veröffentlichte „ Economic Survey of Europe in 1949" sich eingehend gerade mit dieser Frage beschäftigt. Allerdings umfaßt das hier gebrachte Zahlenmaterial Gesamteuropa (einschließlich der Sowjetunion und ausschließlich der überseeischen Besitzungen europäischer Staaten) und nicht die dem Marshallplan angeschlossenen europäischen Länder allein. Trotzdem ist es bei der überragenden Bedeutung der außenwirtschaftlichen Beziehungen gerade dieser Länder im gesamteuropäischen Rahmen zulässig, gewisse Schlußfolgerungen, insbesondere über die anzustrebende künftige Gestaltung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Westeuropa und den Vereinigten Staaten von Amerika, aus den gebrachten für Gesamteuropa geltenden GlobalziJfern zu ziehen. Zum Vergleich mit der Vorkriegszeit wurde bisher nur im Auszug veröffentlichtes Material der früheren Reichswirtschaftskammer herangezogen, das sich ebenfalls auf Gesamteuropa bezieht, also in der regionalen Abgrenzung mit dem von Genf vorgelegten Zahlenmaterial übereinstimmt.
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