Wandlungen im regionalen Lohngefälle

DIW Wochenbericht 34 / 1951, S. 137-139

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Abstract

Die Industriearbeiterlöhne sind seit der Währungsreform in Bewegung. In dem Jahrzehnt vorher lag das Lohnniveau unter dem Drucke des Lohnstops. Nach, 1948 suchten die Löhne nicht nur den Anschluß an das erhöhte Preisniveau zu finden, sie hatten sich auch als wichtiger Kostenfaktor der Produktion den standorts- und marktmäßig veränderten Produktions- und Absatzbedingungen anzupassen. Zu dem Strukturwandel innerhalb des deutschen Lohngefüges hat auch die Separierung der Sowjetzone als selbständiges Währungsgebiet beigetragen. Die nominelle Lohnentwicklung ist hier am weitesten zurückgeblieben. Das Westberliner Lohnniveau stagniert seit Jahren. In das traditionelle West- Ost- Gefälle der Industrielöhne ist nunmehr auch Berlin einbezogen. Die in den meisten Berufen vor dem Kriege üblich gewesene Spanne zwischen den Löhnen des norddeutschen Industriegebietes und denen Süddeutschlands hat sich durchschnittlich noch erhöht. Das rheinisch-westfälische Industriegebiet hat in der jüngsten Entwicklung nunmehr neben dem hessischen nach Hamburg/Bremen das höchste Lohnniveau in Deutschland.


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