Förderung der privaten Pflegezusatzvorsorge ungeeignet

Bericht vom 27. Juni 2012

Das Vorhaben der Bundesregierung, die private Pflegezusatzvorsorge durch eine staatliche Zulage zu fördern, ist problematisch. Kornelia Hagen, Expertin für Verbraucherpolitik am DIW Berlin, hat in einer Stellungnahme für den Gesundheitsausschuss des Bundestages mehrere Kritikpunkte aufgeführt: ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sei unrealistisch und das sozialpolitische Ziel einer  Umverteilung von geringen zu hohen Risiken wie auch eine leistungsbezogene aber solidarische Finanzierung vollständig ausgeschaltet. Hagen empfiehlt stattdessen die Einführung einer alle Bürger umfassenden und verpflichtenden solidarischen Pflegeversicherung.

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (PDF, 164.47 KB)