Goldgräberstimmung: Erdgas zu niedrigen Preisen bald auch in Deutschland? Kommentar von Claudia Kemfert

Kommentar vom 16. Januar 2013

In Deutschland wird derzeit darüber gestritten, ob sogenannte unkonventionelle Erdgasquellen durch das sogenannte „Fracking“-Verfahren erschlossen werden können. Dabei wird mit hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Chemikalien und Sand in das Schiefergestein gepresst, um es aufzusprengen und das Gas freizusetzen. Doch diese Methode ist umstritten, da Umweltschäden, insbesondere Trinkwasserverunreinigungen, durch den Einsatz der Chemikalien entstehen können. Das Umweltbundesamt (UBA) hat in einer Studie vor den möglichen Umweltgefahren gewarnt. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hingegen sieht weniger dramatische Folgen für die Umwelt, empfiehlt aber ebenso wie das UBA eine sorgfältige Erforschung aller Auswirkungen. Das Potential der unkonventionellen Gasförderstätten in Deutschland wird auf 1,3 Milliarden Kubikmeter geschätzt, was den Verbrauch in Deutschland für 13 Jahre decken könnte.

Der vollständige Kommentar im DIW Wochenbericht 3/2013 (PDF, 112.26 KB)