Bericht vom 22. Juni 2026
Die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung stand am 5. Juni 2026 im Mittelpunkt des halbjährlichen Treffens des Forschungsprojekts „Wärme-ZIEL“ in Reppenstedt bei Lüneburg. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Kommunen und Energiewirtschaft diskutierten aktuelle Herausforderungen der Wärmewende und berieten über die nächsten Schritte im Projekt.
Zum Auftakt gab Claudia Kemfert einen Überblick über den aktuellen Stand der Wärmewende in Deutschland und erläuterte neue politische Rahmenbedingungen. Anschließend stellte Dana Kirchem das am DIW Berlin entwickelte Energiesystemmodell DIETER vor, das im Projekt eingesetzt wird, um die systemkostenoptimale Dekarbonisierung der Wärmenetze in Lüneburg zu berechnen.
Einblicke in die regionale Sozialstruktur präsentierte Caroline Stiel mit einem interaktiven Dashboard für die Region Lüneburg. Auf Basis kleinräumiger Zensusdaten ermöglicht es eine differenzierte Betrachtung der Verteilung sozioökonomischer Merkmale in den einzelnen Kommunen. Daran anknüpfend stellten Mitarbeitende des ECOLOG-Instituts ausgewählte Quartiere vor, in denen im weiteren Projektverlauf verschiedene Beteiligungs- und Interventionsformate geplant sind.
Den Abschluss des Treffens bildete eine Exkursion zur Steuerungszentrale des neuen Nahwärmenetz im Neubaugebiet Schnellenberger Weg, bei der die Teilnehmenden praktische Einblicke in die lokale Umsetzung der Wärmewende erhielten.
Im weiteren Projektverlauf untersuchen die Forschenden, wie die kommunale Wärmeplanung vor Ort erfolgreich umgesetzt werden kann. Der Austausch vor Ort war dafür sehr wertvoll und hat für die weitere Arbeit neue Impulse gesetzt.