Interview vom 2. Juni 2026
Im SOEP werden seit über 40 Jahren Informationen zu Lebenssituationen, Gesundheit und sozialen Faktoren von rund 30.000 Menschen erhoben. Auf dieser Basis entwickelt Sabine Zinn synthetische Gesundheitsdaten, die unterschiedliche Informationsquellen miteinander verknüpfen und so realitätsnahe Szenarien ermöglichen. Diese Modelle helfen, das Verhalten von Menschen in Krisen zu verstehen und mögliche Auswirkungen frühzeitig abzuschätzen.
Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie zeigen, so Zinn, wie wichtig soziale Aspekte wie Einsamkeit oder wirtschaftliche Absicherung sind. Ziel ist es, diese Erkenntnisse in Politikempfehlungen zu übersetzen und die gesellschaftliche Resilienz zu stärken.