Maschinenbau: Bedeutung für den deutschen Außenhandel

Pressemitteilung vom 29. Januar 2003

Im vergangenen Jahr verzeichnete Deutschland einen Rekordüberschuss im Außenhandel in Höhe von 83,6 Mrd. Euro, mehr als doppelt soviel wie im Jahr 2001. Der Maschinenbau ist - nach der Automobilindustrie - die zweitgrößte Exportbranche. Seine Exportquote belief sich im Jahr 2000 auf nahezu die Hälfte des Produktionswertes. Da die Weltmarktanteile für alle Länder in der Regel einheitlich in US-Dollar berechnet werden, belastete dessen Stärke in der zweiten Hälfte der 90er Jahre das Erscheinungsbild der deutschen und europäischen Exporte im internationalen Vergleich. Zugleich aber verbesserte der starke US-Dollar ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten. Davon profitierte auch der Maschinenbau.
Siehe Wochenbericht 5/2003.
Seit dem vergangenen Jahr gewinnt der Euro zunehmend an Stärke. Dies schönt nun zwar das Bild der deutschen Exporte, doch die Wettbewerbsfähigkeit ist gefährdet. Es gibt Indizien dafür, dass dieser Gefahr im Maschinenbau wie in anderen Branchen nicht ausreichend mit einer Steigerung von Produktivität und Innovation begegnet wird. Dies ist umso bedenklicher, als die europäische Konkurrenz stark ist.
Die vier größten Exportnationen für Maschinenbauerzeugnisse sind in dieser Reihenfolge die USA, Deutschland, Japan und Italien. Sie teilten in den 90er Jahren gut 60 % des Weltmarkts für Maschinen unter sich auf. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung des italienischen Maschinenbaus. Italien vermochte seine Exporte um rund 5 % jährlich zu steigern, also weitaus stärker als Deutschland mit 2,7 %.
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