InnoNet: Ein wichtiger Impuls für das Innovationssystem

Pressemitteilung vom 5. Februar 2003

Erste Ergebnisse der Evaluation des Programms „Förderung von innovativen Netzwerken“ (InnoNet) – veröffentlicht im aktuellen Wochenbericht 6/2003 des DIW Berlin - zeigen die Funktionsfähigkeit des Förderansatzes. Angesichts der zahlreichen gehaltvollen Ideen in den bisherigen Wettbewerben sieht das DIW Berlin ein Potenzial zur Ausdehnung des Programms und schlägt vor, künftig zwei Wettbewerbe pro Jahr zu festen Terminen durchzuführen. Obwohl die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nicht unmittelbar in den Genuss von Fördergeldern kommen, sondern sich sogar an den FuE-Aufwendungen der Forschungseinrichtungen finanziell beteiligen müssen, war die Resonanz groß: In den ersten drei Jahren wurden 404 Projektideen eingereicht und davon letztlich 51 Projekte mit einer Gesamtsumme von 33 Mill. Euro gefördert.
Die von den Unternehmen geforderten Bar- und Eigenleistungen sowie die Beschränkung der öffentlichen Förderung auf Forschungseinrichtungen führen zur Beteiligung wirtschaftlich stärkerer KMU in den Verbünden und dürften die Chancen zur Umsetzung der FuE-Ergebnisse erhöhen. Die vollständige private Finanzierung solcher FuE-Projekte wird von den Unternehmen aufgrund des hohen technischen und strukturellen Risikos ausgeschlossen.

InnoNet wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) im Jahr 1999 gestartet, um die Defizite in der Zusammenarbeit zwischen KMU und öffentlichen Forschungseinrichtungen zu verringern. In diesem Rahmen werden größere Verbundprojekte von öffentlichen Forschungseinrichtungen und KMU gefördert, in denen disziplinübergreifende Systemlösungen mit hohem Umsetzungspotential entstehen sollen. Im Auftrag des BMWA evaluiert das DIW Berlin gemeinsam mit der Arbeitsstelle Politik und Technik (APT) an der Freien Universität Berlin dieses Programm.
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