Für das Jahr 2004 kommt es zu einem erneuten Wachstumsschub auf dem Markt für elektronische Bauelemente, so der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 38/2004. Mit einem erwarteten Umsatzwachstum von 15 % könnte der Umsatzrekord von 360 Mrd. US $ aus dem Jahr 2000 gebrochen werden. Als Ursachen für das starke Wachstum werden die konjunkturelle Stabilisierung in den USA, das zunehmende Wirtschaftswachstum in Asien und die Preissenkungen bei elektronischen Geräten genannt. Als Folge hiervon sind die Weltmärkte der hierfür benötigten Elektronikmetalle durch steigende Nachfrage und z.T. hohe Preise gekennzeichnet.
Nach dem Nachfrageeinbruch in den Jahren 2001/2 scheint sich der Weltmarkt für elektronische Bauelemente wieder auf hohem Niveau zu stabilisieren. Mit einem Umsatzplus von 12 % im Jahr 2003 verzeichnete er bereits im letzten Jahr einen unerwartet hohen Umsatz von 305 Mrd. US $. Nachdem in den ersten beiden Quartalen von 2004 die Nachfrage weiter kräftig gewachsen ist, ist laut dem Wochenbericht des DIW Berlin für 2004 mit einem weltweiten Umsatzwachstum von 15 % zu rechnen. Als Ursachen für das anhaltend starke Wachstum nennt der Wochenbericht des DIW Berlin die weiterhin starke Nachfrage nach elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen, Digitalkameras oder Computern sowie die konjunkturelle Erholung in den USA und das starke Wirtschaftswachstum in Asien. Starke Nachfrageimpulse kommen vor allem aus den Schwellenländern Asiens (Erstbedarf), aber auch aus Europa und den USA (Ersatzbedarf). Außerdem gewinnt die Verbreitung von technischen Neuerungen wie digitalem Fernsehen, Multimedia-Handys, DVD-Playern oder Plasma-Bildschirmen an Fahrt. Zunehmende Bedeutung hat auch die Photovoltaikindustrie (Produktion von Solarzellen). Zur Herstellung von Mobiltelefonen, Computern usw. werden in der Elektronikindustrie spezifisch geringe Mengen hochreiner Sondermetalle („Elektronikmetalle“) verwendet, die meist als Beiprodukte in Buntmetallhütten anfallen. Die starke Nachfrage aus der Elektronikindustrie ließ die Preise für hochreine Qualitäten von Cadmium, Silizium, Gallium, Germanium und Indium in jüngster Zeit teilweise stark steigen, wozu auch Angebotseinschränkungen aus dem wichtigen Produzentenland China beitrugen. Auch die künftige Versorgungslage und die Preisentwicklung werden maßgeblich von der Exportpolitik Chinas bestimmt werden.