Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland ist im Zeitraum von 1995 bis 2003 stark gestiegen. Bis 2003 war ein Anstieg der Teilzeitquoten der Frauen auf rund 40% sowie der Männern auf knapp 6% - zu verzeichnen, so der aktuelle Wochenbericht 07/2005 des DIW Berlin. Noch immer ist Teilzeit eine Domäne der Frauen. Sie sind nicht nur häufiger in Teilzeit tätig, sondern durch Teilzeitarbeit auch dauerhaft in den Arbeitsmarkt integriert. Grund dafür ist nicht zuletzt der Versuch einer langfristigen Vereinbarung von Familie und Beruf.
Die Chance von Teilzeitarbeit als Einstieg in den Arbeitsmarkt wird von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern unterschiedlich wahrgenommen. Ein Wechsel in die Vollzeitbeschäftigung gelingt fast jedem dritten teilzeitbeschäftigten Mann, aber nur einem Viertel der Frauen. Ganz deutlich treten Ost-West-Unterschiede hervor: Ostdeutsche Frauen nutzen die Potentiale der Teilzeit, sie wählen Teilzeit als Alternative zur Arbeitslosigkeit und wechseln häufiger aus der Teilzeit in die Vollzeit als westdeutsche Frauen.