Der Anteil der Vermögenseinkommen an den am Markt erzielten Einkommen der privaten Haushalte ist bis 2003 auf 4,6% gestiegen. Vermögen und die daraus erzielten Zinsen und Renditen gewinnen demnach einen langsam zunehmenden Einfluss auf die Struktur der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte. Dies zeigt der Wochenbericht Nr. 11/2005 des DIW Berlin auf der Grundlage einer Erhebung des sozio-oekonomischen Panels.
Zwar bilden nach wie vor die Erwerbseinkommen mit einem Anteil von 94% der Markteinkommen im Jahre 2003 die mit Abstand wichtigste Einkommensquelle in Privathaushalten. Doch können mehr als drei Viertel der Bevölkerung auf überwiegend kleinere Vermögensbestände in Form von Geldvermögen, Lebensversicherungen, Immobilien, Sach- oder Betriebsvermögen zurückgreifen. Eine Pro-Kopf-Betrachtung des im Haushalt vorhandenen Bestands an Vermögen ergibt, dass die Nettovermögen weit ungleicher verteilt sind als die bedarfsgewichteten Einkommen. Je nach Lebensphase oder familiärer Situation unterscheiden sich die Einkommensposition und der Vermögensbestand. Insbesondere Alleinerziehende, in der Mehrzahl Frauen, verfügen meist über geringere Vermögensbestände.