In dem aktuellen Wochenbericht des DIW Berlin 22/2005 untersucht das DIW Berlin die Prognosen zahlreicher nationaler und internationaler Institutionen für das Wirtschaftswachstum und den Preisanstieg in Deutschland. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die Prognosen alle vorhandenen Informationen verwenden und nicht systematisch zu hoch oder zu niedrig sind. Bezüglich der Richtung, also ob es mit der Wirtschaft bergauf oder bergab geht, sind die Prognosen informativ, d.h. es lohnt sich auf die Prognostiker zu hören.
Allerdings sind die Fehlermargen relativ hoch und nehmen mit der Länge des Prognosezeitraums zu. Konjunkturprognosen sind unsicher. Die mit der Prognose verbundene Unsicherheit sollte immer angegeben werden. Prognoseinstitutionen sollten zudem ihre Prognoseinstrumente wissenschaftlich nachvollziehbar machen und die Anwendungsbedingungen ihrer Aussagen offen legen.