In einem internationalen Effizienzvergleich der Telekommunikationswirtschaft liegt Deutschland auf einem mittleren Platz. Besser schneiden Frankreich und Großbritannien ab, schlechter die Niederlande und die USA. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 34/2005, der auf einer Messung der technischen Ineffizienz der Telekommunikationswirtschaft für den Zeitraum 1981 bis 2002 basiert.
Durch die Einführung und Nutzung neuer Telekommunikationstechnologien wie dem Internet und der Breitbandkommunikation ist es in allen Ländern in der zweiten Hälfte der 90er Jahre aufgrund umfangreicher Restrukturierungen und der Deregulierung der TK-Märkte zu einem Einbruch der Effizienz gekommen. Dieser konnte danach nur allmählich durch einen schrittweisen Effizienzanstieg nutzbar gemacht werden. Dabei zeigt sich, dass Deutschland bei den notwendigen Strukturanpassungen Nachzügler ist. Allerdings ist bereits für das Jahr 2001 festzustellen, dass die EU-Länder wieder relativ dicht beieinander liegen.
Mit der Nutzbarmachung neuer Technologien steht die Telekommunikationswirtschaft jetzt erneut vor einer Welle von Innovationen. Deutschland sollte diesmal nicht wie zuletzt diese Entwicklung durch eine zögerliche Anpassung verschlafen.