Der Pkw ist das meistgenutzte Verkehrsmittel

Pressemitteilung vom 30. November 2005

Der Pkw ist trotz der hohen Kraftstoffpreise das meistgenutzte Verkehrsmittel in Deutschland, und die Zahl der Pkw nimmt stetig zu, so der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 48/2005. Nur noch jeder fünfte Haushalt ist nicht motorisiert. Mit einem Anteil von 58 % an den Wegen und 77 % an der Leistung kommt dem Pkw als Verkehrsträger die größte Bedeutung zu. Öffentliche Verkehrsmittel waren zu gut 10% am Verkehrsaufkommen beteiligt; auf das Fahrrad entfielen knapp 9% der Wege.
Im Jahr 2003 legte jeder Deutsche durchschnittlich 13 500 Kilometer zurück, durchquerte rechnerisch also zwölfmal Deutschland von Flensburg bis Berchtesgaden. 1976, als in Westdeutschland die erste umfassende Verkehrserhebung durchgeführt wurde, waren es nur 9 850 Kilometer. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsbeteiligung nahm von 70 auf 80 Minuten zu. Die durchschnittliche Wegelänge stieg von 8,7 auf 11 Kilometer. Im Tagesdurchschnitt war jeder Einwohner Deutschlands 80 Minuten unterwegs, davon 17 Minuten für 1,3 km Fußweg und 41 Minuten im Auto. Hinsichtlich der Personengruppen haben Auszubildende mit 20 000 km im Jahr eine hohe Verkehrsleistung pro Kopf, da sie neben der Fahrt zum Ausbildungsort oft auch weite Fahrten im Wirtschaftsverkehr zurücklegen müssen.. Unter den Erwerbstätigen ist die Mobilität bei Selbständigen und Beamten mit 23 00 km am höchsten, bei Arbeitern mit 15 800 km am niedrigsten. Im Durchschnitt ist der Weg zu Arbeit 14 km lang. Arbeitslose legen im Vergleich zu Erwerbstätigen weniger als die Hälfte an Kilometern zurück.
keyboard_arrow_up