Claudia Kemfert in der Elf der Wissenschaft

Pressemitteilung vom 12. Juni 2006

Prof. Dr. Claudia Kemfert gehört zu der Elf der Wissenschaft, einem Dreamteam der Wissenschaften, das von der Zeitschrift Bild der Wissenschaft und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft heute kurz nach nach dem Start der Fußballweltmeisterschaft erstmals präsentiert wurde. Gemeinsam mit allen großen Forschungsorganisationen Deutschlands haben die Initiatoren drei Frauen und acht Männer ausgesucht, die sich auf ihrem Forschungsgebiet bereits in jungen Jahren einen Namen gemacht haben. Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Deutsche Forschungsgemeinschaft und Helmholtz-Gemeinschaft nominierten insgesamt 30 Kandidaten, die unter 40 Jahre alt sind, in ihrer Disziplin bereits für Aufsehen gesorgt haben und an einer deutschen Wissenschaftseinrichtung arbeiten. Eine dreiköpfige unabhängige Jury wählte die Wissenschaftler aus.
Claudia Kemfert beschäftigt sich mit den umweltökonomischen Auswirkungen umwelt- und energiepolitischer Entscheidungen. Sie stellt sich so wichtigen Fragen wie: Welche Energieformen könnten in Zukunft eine Rolle spielen? Mit welchen Kosten ist die jeweilige Energiegewinnung verbunden? Ihre Erkenntnisse fließen in die aktuelle Politik ein, da Politikberatung eine zentrale Aufgabe des DIW Berlin ist. Ihre Untersuchungen belegen, dass die globalen Ölreserven im aktuellen Umfang nur noch 15 Jahre zur Verfügung stehen und dass man unbedingt auf erneuerbare Energien umsatteln muss, will man die Welt weiterhin in den heutigen Ausmaßen mit Energie versorgen. Da der Klimawandel hohe volkswirtschaftliche Kosten verursacht, hält Kemfert die Umsetzung einer sicheren, klimaverträglichen und wirtschaftlichen Energieversorgung für die dringendste und wichtigste Aufgabe unseres Jahrhunderts. Als erste Juniorprofessorin Deutschlands wurde Kemfert auf eine C4-Professur berufen. Claudia Kemfert ist Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).
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