Obwohl die Geldmenge M3 seit einigen Jahren stärker wächst als von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgesehen, ist im Euroraum kein Anstieg der Inflation zu erwarten. Dieses weist der Wochenbericht 25/2006 des DIW Berlin anhand einer umfangreichen Stabilitätsanalyse nach.
Die Ergebnisse haben zwei wichtige wirtschaftspolitische Implikationen. Erstens kann die Berücksichtigung von M3 in der monetären Strategie der EZB gerechtfertigt werden, da nach wie vor eine stabile Beziehung zwischen Geldmenge und den makroökonomischen Fundamentalfaktoren besteht. Zweitens steht die beobachtete Entwicklung von M3 im Einklang mit ihren Bestimmungsfaktoren, so dass ein Anstieg der Inflation im Euroraum infolge einer übermäßigen Geldversorgung nicht zu erwarten ist.