Pressemitteilung vom 29. Juni 2010
Die SOEP User Conference findet auch dieses Jahr wieder im Berliner Wissenschaftszentrum für Sozialwissenschaften (WZB) statt. Insgesamt 60 Forschungsergebnisse werden während der Konferenz in Vorträgen vorgestellt, dazu kommen 15 Ergebnisse, die in den sogenannten „Poster Sessions“ präsentiert werden. Besonders auffällig in diesem Jahr ist die große Multidisziplinarität der präsentierten Ergebnisse: Nicht nur Soziologen und Ökonomen – also die „klassische“ Klientel des SOEP – werden auf der Konferenz sprechen, sondern auch Psychologen, Politologen, Statistiker und Geographen. „Das SOEP ist mehr denn je eine multidiszplinäre Forschungs-Infrastruktur“, sagen die wissenschaftlichen Organisatoren im DIW Berlin, Dr. Ingrid Tucci und Dr. Thomas Siedler. „Das Konferenzprogramm zeigt deutlich, dass es mittlerweile nicht nur in der Volkswirtschaftslehre und Soziologie großen Bedarf für unsere Daten gibt.“
Unter den Fragen, die auf der Konferenz behandelt werden sind zum Beispiel Themen wie Gesundheit („The economic consequences of getting ill in the United States and Germany“), Migration („Are immigration influenced by news from their home country?“) oder Lebenszufriedenheit („Well-Being and the Social Context of Promotions“). Die meisten Vorträge sind eher der Grundlagenforschung zuzuordnen. „Die klassische Politikberatung tritt für die SOEP-Nutzer mehr und mehr in den Hintergrund.“ erklärt Gert G. Wagner.
Ein Höhepunkt der Konferenz wird der Vortrag am 1. Juli sein: Die renommierte Ökonomin Nicola Fuchs-Schündeln von der Goethe-Universität aus Frankfurt am Main spricht zum Thema: “Learning about Economic Behavior from German Reunification: Savings and Preferences”. Zum Schluss der Konferenz werden die Preise der „Vereinigung der Freunde des DIW Berlin“ für die besten Poster und Präsentationen verliehen. Gleichzeitig wird auch der Träger des alle zwei Jahre vergebenen Felix-Büchel-Awards für die herausragende Nutzung von SOEP-Daten bekanntgegeben und geehrt.