Zimmermann verteidigt Prognoseverzicht

Pressemitteilung vom 6. August 2010

Eineinhalb Jahre nach dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise hat DIW-Präsident Klaus Zimmermann abermals seinen Vorschlag eines Verzichts auf Konjunkturprognosen zum damaligen Zeitpunkt bekräftigt. „Man muss auch mal zugeben können, dass man nichts weiß“, sagte Zimmermann der Wochenzeitung ‚Die Zeit’.

Insbesondere mittelfristige Punktprognosen ohne Bandbreiten seien problematisch. Das wüssten alle, die sich mit der Sache beschäftigen - Ökonomen ebenso wie Journalisten. Aber die Ökonomen ordneten sich den Medien unter, die eine konkrete Zahl verlangten, die sich gut verstehen ließe. Als das DIW seine Prognose eine Zeit lang mit Wahrscheinlichkeiten versehen habe, habe das niemanden interessiert. Eine düstere Prognose könne eine Krise schließlich noch verschlimmern: „Mir ging es vor allem darum, die Bürger mit düsteren Prognosen nicht noch mehr zu verunsichern.“

In der aktuellen Zuwanderungsdebatte sprach sich der DIW-Präsident für eine rasche Etablierung Deutschlands als Zuwanderungsland aus. Deutschland werde sonst leer ausgehen, wenn in ein paar Jahren der Kampf um die klugen Köpfe beginne.

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