Pressemitteilung vom 15. Dezember 2010
Da gleichzeitig die privaten Vermögen stark gestiegen sind, stellt die Belastung künftiger Generationen durch die Staatsschulden in Deutschland eigentlich kein Problem dar. „Probleme entstehen aber, wenn zur Refinanzierung der Staatschulden die Steuern erhöht oder öffentliche Leistungen gekürzt werden müssen“, sagte Stefan Bach, Steuerexperte des DIW Berlin. In diesem Zusammenhang sei auch die implizite Staatsverschuldung im Rahmen der sozialen Sicherungssysteme zu berücksichtigen, die durch die demographische Alterung ausgelöst wird. „Daher sollte zumindest die Quote der expliziten Staatsverschuldung in Relation zum Sozialprodukt stabilisiert und längerfristig zurückgeführt werden“, so Bach.
Das DIW Berlin hält ein mittelfristiges Konsolidierungsprogramm mit einem ausgewogenen Mix aus Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen für notwendig, das das Wachstum der deutschen Wirtschaft möglichst wenig dämpft.