Kommentar vom 28. September 2011
Zum Thema Glück beherrscht im Moment eine Studie die Schlagzeilen, die im Auftrag der Deutschen Post von Bernd Raffelhüschen (Universität Freiburg) und Renate Köcher (Allensbacher Institut für Demoskopie) gemacht wurde. Die Datengrundlage des Glücksatlas ist im wesentlichen die von TNS Infratest Sozialforschung erhobene und vom DIW Berlin bereitgestellte Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Die vielen Beteiligten mögen zur Verwirrung beitragen, aber die Komplexität ist einfach zu erklären: Das DIW Berlin stellt die SOEP-Daten als Forschungsinfrastruktur für die Wissenschaft zur Verfügung und die Ergebnisse werden von denjenigen in eigener Verantwortung publiziert, die die Sekundäranalysen der Daten durchgeführt haben.
Etliche Kommentatoren sind nun verblüfft, dass es der Glücksstudie zufolge den Menschen in Deutschland subjektiv so gut geht wie nahezu nie zuvor (die SOEP-Erhebung begann in Westdeutschland 1984 und in Ostdeutschland im Juni 1990). Wenn man genauer hinschaut ist das aber gar nicht so überraschend.
Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 39/2011 (PDF, 133.69 KB)