Kommentar vom 19. Oktober 2011
Die vor wenigen Monaten noch eher hypothetisch diskutierte Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) könnte schon bald Realität werden. Am 28. September hat die Europäische Kommission den Entwurf einer Richtlinie vorgelegt, nach der börslich oder außer-börslich gehandelte Finanzprodukte auf EU-Ebene besteuert werden sollen. Neben den Transaktionen von konventionellen Finanzmarktprodukten wie Anleihen oder Aktien soll die Steuer auch für Derivatkontrakte, strukturierte Produkte, (umgekehrte) Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte gelten. Zum einen will der Staat mehr Geld einnehmen, was in Zeiten klammer Kassen sehr gelegen kommt, zum anderen hofft man, die Spekulation einzudämmen und so die Stabilität des Finanzsystems zu verbessern.
Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 42/2011 (PDF, 123.61 KB) (PDF, 109.53 KB)