Nach der Schicksalswoche: zu kurz gesprungen. Kommentar von Ferdinand Fichtner

Kommentar vom 14. Dezember 2011

Die Erwartungen waren hochgesteckt, als mit dem Treffen von Merkel und Sarkozy am vorvergangenen Montag bis zum EU-Gipfel am Freitag der (mal wieder) scheinbar entscheidende Kampf um den Erhalt der Währungsunion ausgefochten wurde. Und ja: Europa ist der Lösung der Krise einen Schritt näher gekommen. Eine stärkere fiskalpolitische Koordinierung ist ein wichtiger Grundpfeiler für eine stabile Währungsunion. Auch automatische Sanktionen bei der Verletzung von fiskalischen Stabilitätskriterien, wie sie jetzt vereinbart wurden, sind nach den desillusionierenden Erfahrungen mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt grundsätzlich zu begrüßen. Dass die Einigung ohne Beteiligung Großbritanniens zustande kommt, ist nicht schön – dass aber die Euro-Länder notfalls alleine vorangehen und sich nicht von Outsidern blockieren lassen, ist dennoch die richtige Entscheidung.
Klar ist trotzdem, dass die Beschlüsse alleine nicht ausreichen, um den Bestand der Währungsunion langfristig zu sichern.

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 50/2011 (PDF, 153.88 KB)

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