Löhne wie aus dem Lehrbuch: Kommentar von Gert G. Wagner

Kommentar vom 4. Januar 2012

In der Euro-Krise liegt die große Chance, dass Europa noch mehr gesellschaftlich zusammenwächst und so den Frieden auf Dauer sichert. Dieses Ziel der Bundesregierung ist klar erkennbar und unterstützenswert. Allerdings besteht die Gefahr, dass unsere Nachbarn sich wieder einmal von den Deutschen überrannt fühlen. Denn die europäischen Gipfel-Beschlüsse kommen der deutschen Bundesregierung weit entgegen: Das Abwenden eines griechischen Staatsbankrotts liegt im Interesse aller Anleger, also auch der Deutschen. Und mit der Einführung von Schuldenbremsen in allen Staaten der Euro-Zone sollen künftige Insolvenz-Gefahren gebannt werden. Aber in Deutschland selbst soll alles beim Alten bleiben. Dieser letzte Teil der Strategie wird aber nicht durchzuhalten sein. Deutschland muss aufhören, auf immer neue Erfolge im Export zu setzen. Zumal die Exportstärke vor allem auf einer schwachen Lohnentwicklung basiert, die auf Kosten der Binnennachfrage und damit des sozialen Friedens in Deutschland geht.


Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 1/2 / 2011 (PDF, 124.03 KB)

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