Kommentar vom 29. Februar 2012
„Bei der Inflationsmisere war’n wir alle Milliardäre. Auch beim Ärmsten hat’s gereicht, das war leicht.“ So lautete in den 20er Jahren ein bekanntes Couplet von Otto Reutter. Die Hyperinflation der Jahre 1922/23, an deren Ende ein Laib Brot 300 Milliarden Mark kostete, hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Deutschen eingebrannt. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg pflegte Deutschland in der Geldpolitik eine strikte Stabilitätskultur. Dafür wurden wir international bewundert, zuletzt aber eher belächelt. Angesichts der makroökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone, deren Unhaltbarkeit die Finanz- und Schuldenkrise offenbarte, sind die Dogmen der Bundesbank stark verblasst.
Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 9/2012 (PDF, 101.49 KB)