Kommentar vom 28. März 2012
Unter europäischen Politikern gibt es Stimmen, die Griechenland einen Austritt aus der Eurozone nahelegen. Begründung: Griechenland liege wirtschaftlich am Boden. Die Chancen, sich zu regenerieren und wettbewerbsfähig zu werden, seien außerhalb des Euroraums größer. So richtig die Diagnose über den wirtschaftlichen Zustand des Landes ist, so fragwürdig ist der Therapievorschlag. Griechenland hat nicht in erster Linie ein Kostenproblem, sondern ein Strukturproblem und darüber hinaus ein Werteproblem im Umgang mit dem eigenen Staat. Eine Rückkehr zur Drachme löst allenfalls das Kostenproblem, bei der Lösung der beiden anderen Probleme kann aber der Euro eher helfen.
Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 13/2012 (PDF, 120.3 KB)