Pressemitteilung vom 3. April 2012
"Wir freuen uns, dass die Berliner Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen Klaus F. Zimmermann eingestellt hat. Es ist nicht nur für Klaus Zimmermann, sondern auch für das Institut eine gute Nachricht, dass nun festgestellt ist, dass innerhalb des Instituts keine strafrechtlich relevanten Dinge geschehen sind", sagte Bert Rürup, der Vorsitzende des Kuratoriums des DIW Berlin.
"Kuratorium und Vorstand haben immer wieder auf die Leistungen von Klaus Zimmermann bei der Verbesserung der Qualität der Forschung und für die wissenschaftliche Neuausrichtung des DIW Berlin hingewiesen. Nicht zuletzt dank seiner Arbeit gehen wir selbstbewusst in die Evaluation", erklärt DIW-Vorstandsvorsitzender Gert G. Wagner. Die Umstände der Niederlegung des Präsidentenamts im Frühjahr 2011 stehen daher weder in einem Zusammenhang mit den Leistungen und Verdiensten von Klaus Zimmermann bei der wissenschaftlichen Leitung noch mit seiner forschungsstrategischen Ausrichtung des Instituts.
Unabhängig vom nun abgeschlossenen strafrechtlichen Ermittlungsverfahren haben das DIW Berlin und seine Aufsichtsgremien die Kritik und die Beanstandungen des Landesrechnungshofes sehr ernst genommen. "Wir haben uns aktiv und in enger Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung um die Aufklärung der vom Landesrechnungshof erhobenen Vorwürfe bemüht. Parallel dazu konnte, um eine Wiederholung ähnlicher Fehler zu verhindern, die interne Steuerung des Instituts durch eine Reihe von Maßnahmen deutlich verbessert werden. Ermöglicht wurde dies auf der Grundlage der vom neuen Vorstand konsequent realisierten - zuvor fehlenden - klaren Trennung zwischen wissenschaftlichen und administrativen Zuständigkeiten", erklärte DIW-Geschäftsführer Cornelius Richter.
Ein zentraler Punkt der Kritik des Berliner Rechnungshofs Ende des Jahres 2009 war die Zusammenarbeit des DIW Berlin mit dem in Washington DC ansässigen Institut "DIW DC", das - ungeachtet der Namensähnlichkeit - ein vom DIW Berlin unabhängiges Institut war und ist. Die vertraglichen Verbindungen zwischen DIW Berlin und DIW DC sind bereits im ersten Halbjahr 2011 ausgelaufen. Das Institut in den USA wurde von Klaus F. Zimmermann mit dem Ziel gegründet, die internationale Vernetzung des DIW Berlin zu stärken. "Eine intensive internationale Vernetzung unserer Forschungsaktivitäten wie unserer Politikberatung streben wir weiterhin an, wir versuchen jedoch, diese vor allem durch eine persönliche Mitarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des DIW Berlin in internationalen Gremien und Think Tanks zu erreichen und weniger über die Präsenz eines assoziierten Instituts an einem einzigen Ort, nämlich in Washington", begründete Wagner die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem "DIW DC".