(K)eine Frage des Timings. Ein Kommentar von Ferdinand Fichtner

Kommentar vom 7. November 2012

Schlechtes Timing für diesen Kommentar: Redaktionsschluss für den Wochenbericht ist Montag. Am Dienstag sind die Präsidentschaftswahlen in den USA – und am Mittwoch soll der Text erscheinen. Sie als Leser wissen also im Gegensatz zum Verfasser, wie das Rennen um die US-Präsidentschaft ausgegangen ist – wenn’s nicht wieder länger dauert, so wie bei der Wahl zwischen Bush und Gore im Jahr 2000, deren Ergebnis erst vier Wochen nach dem Wahltag feststand. Schlechtes Timing dachte sich wohl auch US-Präsidentenherausforderer Mitt Romney, als in der vergangenen Woche mit Wirbelsturm Sandy die zweitschlimmste Sturmkatastrophe in der Geschichte der USA über New York und Umgebung hereinbrach. Seitdem laufen Bilder von Krisenmanager Barack Obama über die Nachrichtenkanäle und der amtierende US-Präsident spricht plötzlich über Klimawandel, während Romney in der zweiten Reihe nur das Zerpflücken der „langweiligen“ Arbeitsmarktstatistik bleibt. So schnell kann es gehen: War noch vor einigen Tagen – zum Nachteil Obamas – die anhaltend schlechte Wirtschaftslage das Hauptthema im Wahlkampf, hat Sandy die Nachrichten- und Stimmungslage noch einmal kräftig durcheinander gewirbelt.

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 45/2012 (PDF, 132.88 KB)

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