Bericht vom 10. Dezember 2012
Der EU-Emissionshandel ist ein mengensteuerndes Instrument: Indem das Emissionsbudget (Cap) vor jeder Handelsperiode festgelegt wird, ist das Emissionsminderungsziel eindeutig definiert. Der Zertifikatspreis spiegelt die Knappheit im Markt wider und setzt Anreize für emissionsarme Investitionen und Innovationen. Wenn sich jedoch Rahmenbedingungen stark und dauerhaft ändern, wie der unerwartet große Überschuss an Zertifikaten in der zweiten Handelsperiode, und dadurch der Zertifikatspreis so stark sinkt, dass kaum Anreize für Investitionen bestehen, kann eine Anpassung des Caps nötig sein. Eine neue Studie im Auftrag des UBA schlägt Kriterien für eine Anpassung vor.
Die Studie von Jochen Diekmann ist in der Reihe Climate Change Nr. 17/2012 des Umweltbundesamtes veröffentlicht und online (pdf) verfügbar: EU-Emissionshandel: Anpassung des Caps als Reaktion auf unerwartete Entwicklungen?