Kommentar vom 23. Januar 2013
Immer wieder ist zu hören, dass die Arbeitsmarktreformen unter der Schröder-Regierung zur derzeit in Deutschland vergleichsweise günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt beigetragen hätten. Und es mehren sich die Stimmen, die solche Reformen den südeuropäischen Krisenstaaten zur Nachahmung empfehlen. Dass solche Auffassungen in der Politik zu finden sind, muss nicht weiter erstaunen, denn Politiker neigen naturgemäß dazu, ihr Handeln als Erfolg zu verkaufen. Das ist schließlich ihr Geschäft. Bemerkenswert ist allerdings, dass auch in den Medien und sogar in der Wissenschaft an den Erfolg der Arbeitsmarktreformen geglaubt wird. Diese sollten eigentlich kritischer sein.
Der vollständige Kommentar im DIW Wochenbericht 4/2013 (PDF, 125.4 KB)