Bildungsforschung interdisziplinär bündeln

Bericht vom 22. April 2013

Pressemitteilung der Leibniz-Gemeinschaft vom 22.3.2013:

Sechs Leibniz-Institute kooperieren in einem Kolleg für 30 Postdoktoranden

In dieser Woche ist im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung das „Kolleg für interdisziplinäre Bildungsforschung“ feierlich eröffnet worden. Bei dem Kolleg handelt es sich um eine gemeinsame Gründung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Jacobs Foundation sowie der Leibniz-Gemeinschaft. Es handelt sich um das erste Kolleg in der Bildungsforschung, das eine strukturierte Förderung des Nachwuchses auf der Ebene der Postdoktoranden anbietet.

Am Kolleg werden 30 Stipendiaten, die sich unmittelbar vor Abschluss ihrer Promotion bzw. kurz nach deren Abgabe befinden, fächerübergreifend zur Bildung forschen. Die Stipendiaten kommen aus der Soziologie, der Psychologie, der Wirtschafts- sowie der Erziehungswissenschaft. Thematische Schwerpunkte des Kollegs sind u.a. die Erforschung von Bildungsungleichheit und Kompetenzentwicklung sowie die Analyse von Bildungsrenditen.
 
Partner des Kollegs sind sechs Institute der Leibniz-Gemeinschaft: das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt am Main, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, das GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim sowie das Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel.

Zur Eröffnung des Kollegs erklärt Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, das Kolleg für interdisziplinäre Bildungsforschung aufzubauen. Schließlich handelt es sich bei der Bildungsforschung um einen der thematischen Schwerpunkte der Leibniz-Gemeinschaft. Außerdem wird im Kolleg ein besonderer Wert nicht nur auf exzellente Forschung gelegt, sondern auch auf deren Vermittlung im Sinne von „public science“. Dies ist ganz im Sinne des Mottos der Leibniz-Gemeinschaft: Theoria cum praxi!“

Weitere Informationen zum Bildungskolleg: http://www.ciderweb.org/

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der WissenschaftsCampi -, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro.

www.leibniz-gemeinschaft.de


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