Wo sind die Ersparnisse der Deutschen geblieben? Kommentar von Stefan Bach

Kommentar vom 2. Mai 2013

Zwei Freunde sitzen im Wirtshaus: „Der eine isst zwei Schweinshaxen, der andere trinkt drei Maß Bier und drei Schnäpse. Im Durchschnitt geht es den beiden ganz gut, aber in Wahrheit hat sich der eine überfressen, und der andere ist besoffen.” So pflegte einst Franz Josef Strauß im Bierzelt die Interpretationsprobleme von Durchschnittswerten bei schiefen Verteilungen zu erklären. Die Vermögensverteilung ist dafür ein besonders schönes Beispiel, wie jüngst die aufsehenerregenden Ergebnisse einer EZB-Studie zeigten. Danach haben die privaten Haushalte in Deutschland das niedrigste Medianvermögen aller beteiligten Euro-Länder – also das Vermögen, das die nach Vermögenshöhe sortierten Haushalte genau in zwei Hälften teilt.
Angesichts der Euro-Krise und der Rettungspakte für die Südländer sind diese Ergebnisse außerordentlich brisant.

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 18/2013 (PDF, 97.51 KB)

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