Im Handelsblatt-Ranking erreicht das Berliner Institut Platz zwei hinter dem Münchner ifo, und laut FAZ-Ranking stellt es drei der zehn einflussreichsten Ökonomen im deutschsprachigen Raum
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kann sich dieser Tage gleich über zwei Spitzen-Platzierungen freuen: Eine Analyse der Qualität und Anzahl der fachwissenschaftlichen Veröffentlichungen der Volkswirte, im Auftrag des Handelsblattes durchgeführt, ergab für das Berliner Institut Rang zwei der außeruniversitären wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitutionen im deutschsprachigen Raum. Nur das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) lag noch vor dem DIW Berlin.
Wenige Tage zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem anderen Ranking die einflussreichsten Ökonomen Deutschlands ermitteln lassen; dabei platzierten sich drei DIW-Forscher unter die ersten zehn. Dieses Ranking berücksichtigt die Forschungsleistung, die Mediensichtbarkeit und den Einfluss auf wirtschaftspolitische Entscheidungsträger. Die DIW-Vorstandsmitglieder Marcel Fratzscher und Gert G. Wagner liegen auf den Plätzen drei und zehn, die Leiterin der DIW-Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt Claudia Kemfert schaffte es auf Platz sechs. Sie ist auch die höchstplatzierte der drei Frauen auf der Liste der 50 einflussreichsten forschenden Ökonominnen und Ökonomen. Auf Platz 34 schaffte es DIW-Verteilungsexperte Markus M. Grabka. Damit stellt das DIW Berlin mehr Namen auf dieser Liste als jedes andere Wirtschaftsforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum. Auf der für die Frankfurter Allgemeine Zeitung erstellten Spezial-Liste der Ökonomen mit der besten Forschungsleistung platzierte sich neben Marcel Fratzscher der Dean des DIW-Graduate Centers Helmut Lütkepohl auf Platz neun. Auf der Spezial-Liste der in den Medien meistzitierten Ökonomen stehen neben Marcel Fratzscher DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke und DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner auf den Plätzen 28 und 38.
„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung für das Institut und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt DIW-Präsident Marcel Fratzscher. „Sie zeigt auch, dass der in den vergangenen Jahren eingeschlagene Weg der richtige war“, ergänzt Gert Wagner.