Kommentar vom 2. Oktober 2013
Die Finanzminister frohlocken über die Niedrigzinsen. Seit der Finanzkrise sind die Renditen öffentlicher Anleihen um zwei Prozentpunkte gesunken. Angesichts der Staatsschulden in Höhe von aktuell 2150 Milliarden Euro bedeutet das erhebliche Entlastungen der öffentlichen Haushalte beim Schuldendienst. Diese bauen sich allerdings erst nach und nach auf, insoweit ältere höherverzinsliche Kredite durch günstigere neue ersetzt werden. Nicht zuletzt dadurch ist der gesamte deutsche Staatshaushalt inzwischen strukturell ausgeglichen und kann in den nächsten Jahren sogar Überschüsse erzielen.
Der vollständige Kommentar im DIW Wochenbericht 40/2013 (PDF, 151.22 KB)
Der Kommentar wurde zuerst veröffentlicht im Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für Wirtschaftspolitik. Stefan Bach (2013): Niedrigzinsen: Vermögensabgabe der Mittelschicht. Wirtschaftsdienst, 93 (9), 580.