Pressemitteilung vom 14. November 2013
Allerdings dürfte die Konjunktur weltweit, vor allem in den USA, zunehmend Fahrt aufnehmen und den deutschen Export anschieben. „Die zunehmenden Impulse aus dem Außenhandel werden auch eine dynamischere Investitionstätigkeit nach sich ziehen“, so DIW-Deutschlandexperte Simon Junker. Auch wenn die Investitionstätigkeit ihr Tief durchschritten hat, bleibt sie unter dem Strich verhalten. An dieser Stelle ist auch die Politik gefragt: Neben stärkeren öffentlichen Investitionen, etwa im Bereich der frühkindlichen Erziehung, müssen nach Ansicht des DIW Berlin die Rahmenbedingungen für private Investitionen in Deutschland verbessert werden. So belastet derzeit etwa die Planungsunsicherheit im Zuge der Energiewende die energieintensive deutsche Industrie.
Die anhaltend gute Arbeitsmarktlage spricht dafür, dass der private Konsum im weiteren Verlauf merklich zum Wachstum beitragen wird. „Damit die kräftigen Lohnsteigerungen tatsächlich zu einer dynamischeren Binnennachfrage führen, müssen die Menschen aber auch netto mehr in der Tasche haben“, so Junker weiter. Ein Abbau der kalten Progression und die Senkung der Beitragssätze zur Sozialversicherung könnten dazu beitragen. Dies würde auch die Importe ankurbeln und den Handelsbilanzüberschuss reduzieren.