Zinskartelle, Währungskartelle... und was kommt noch? Kommentar von Dorothea Schäfer

Kommentar vom 12. Dezember 2013

Nun ist es also amtlich. Jahrelang hat nicht der Markt den zentralen Preis im Finanzsektor, den Referenzzins, bestimmt, sondern ein Kartell aus Megabanken. Nicht Konkurrenz und Transaktionspreise spielten die entscheidende Rolle. Nein, wenige Händler haben Libor und Euribor nach dem Motto festgezurrt, welchen Zins brauchen wir denn für möglichst hohe Wettgewinne – und persönliche Boni. Die EU-Kommission hat den Skandal geprüft und die Banken nun bestraft.Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist: An dem Anreiz zu Kartellabsprachen ändern die Bußen von einigen Hundert Millionen pro Bank wenig.

Der vollständige Kommentar im DIW Wochenbericht 50/2013 (PDF, 75.38 KB)

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