Klimaschutz durch Biokohle in der deutschen Landwirtschaft: Potentiale und Kosten

Bericht vom 10. Januar 2014

Seit einigen Jahren wird Biokohle - ein kohlenstoffreiches Produkt aus Biomasse - als eine viel versprechende Klimaschutzoption diskutiert. Insbesondere besteht die Möglichkeit, der Atmosphäre langfristig Kohlenstoffdioxid zu entziehen, indem Biokohle in den Boden eingearbeitet wird. Gleichzeitig könnte dadurch die Bodenfruchtbarkeit erhöht werden. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden am DIW Berlin mögliche Potentiale und Kosten der Treibhausgasvermeidung durch einen Einsatz von Biokohle in der deutschen Landwirtschaft berechnet. Demnach könnte durch Biokohle ungefähr ein Prozent des für 2030 angestrebten Treibhausgasreduktionsziels erreicht werden, dies jedoch größtenteils zu Kosten von über hundert Euro pro Tonne CO2. Dabei sind die Potentiale zur Treibhausgasvermeidung durch die Verfügbarkeit der Biomasse beschränkt. Der mögliche landwirtschaftliche Zusatznutzen der Biokohle in Form von erhöhter Bodenfruchtbarkeit könnte ihre Treibhausgasvermeidungspotentiale und -kosten verbessern. Dies dürfte in tropischen und subtropischen Regionen besonders relevant sein.

Der gesamte Bericht in: DIW Wochenbericht 1+2/2014 (PDF, 247.65 KB)