Bericht vom 3. April 2014
Ein bewährtes Mittel zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen sind Patientenzuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente. Doch wie sieht die optimale Zuzahlungsregulierung aus? Dänemark reformierte im Jahr 2005 sein System nach Marktkriterien. Kernpunkt der Reform war ein einfach umzusetzendes inländisches Preisreferenzierungssystem. Im Ergebnis fielen die Abgabepreise für Generika im Schnitt um 36 Prozent, die Preise für die Originalpräparate dagegen nur um zwei Prozent. Die gesamten Gesundheitskosten konnten dadurch um jährlich etwa zehn Prozent gesenkt werden, die Patienten sparen seither umgerechnet etwa eine Million Euro pro Jahr an Zuzahlungen ein. „Das dänische Zuzahlungssystem könnte ein Vorbild sein“, sagt DIW-Wettbewerbsexperte Hannes Ullrich.
Link zum Beitrag im Wochenbericht des DIW Berlin 14/2014 "Verschreibungspflichtige Medikamente: Marktorientierte Regulierung von Festbeträgen wirkt kostendämmend".
Das Interview mit Hannes Ullrich zum Beitrag steht sowohl als PDF-Dokument | PDF, 454.39 KB zur Verfügung als auch als O-Ton. | MP3, 2.93 MB.