Dem für Ende Mai angekündigten wirtschaftspolitischen Programm des neu gewählten Präsidenten Putin wird von vielen Beobachtern entgegengefiebert. Man erhofft sich Aufschluss über die künftigen Wirtschaftspolitik Russlands. Bis dahin werden Putins wirtschaftspolitische Vorstellungen als erst noch zu lüftendes Geheimnis betrachtet. Dabei lässt sich seine wirtschaftspolitische Handschrift seit seinem Amtsantritt als Ministerpräsident - im August letzten Jahres - ähnlich deutlich erkennen wie seine militärische im Kaukasus, und zwar als Handeln nach dem Prinzip "schneller Erfolg - wenn es sein muss, um jeden Preis". Putin hat zudem Größenordnungen der anzustrebenden wirtschaftlichen Wachstumsraten in den Raum gestellt ("7 bis 8 %, besser noch 10 %"). Eine harte makroökonomische Politik und der Faktor Furcht dürften entscheidende Hebel für die Umsetzung dieser Vorstellung sein.
Themen: Konjunktur
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