EU-Osterweiterung: keine massive Zuwanderung zu erwarten

DIW Wochenbericht 21 / 2000, S. 315-326

Herbert Brücker, Parvati Trübswetter, Christian Weise

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Abstract

Die Vorbereitung der Osterweiterung der Europäischen Union (EU) tritt in die entscheidende Phase. Die Frage der Arbeitnehmerfreizügigkeit ist noch nicht gelöst. Dieser Bereich steht in den nächsten Monaten auf der Tagesordnung der Beitrittsverhandlungen, nachdem die Europäische Kommission ihr Positionspapier dazu im April den EU-Mitgliedstaaten zugestellt hat. Die volle Freizügigkeit der Arbeitnehmer in der EU ist ein unabdingbares Element der EU-Mitgliedschaft. Die Verhandlungen können sich also nur darauf beziehen, ob es Übergangsregeln bis zur Gewährung voller Freizügigkeit geben sollte und wie diese gegebenenfalls auszugestalten wären. Die Beantwortung dieser Fragen hängt nicht zuletzt davon ab, wie viele Zuwanderer erwartet werden und mit welchen Wirkungen der Migration auf Löhne und Beschäftigung zu rechnen ist. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) haben sich in verschiedenen Arbeiten mit diesen Themen befasst. Der vorliegende Beitrag fasst Ergebnisse der Forschungen des DIW zum Umfang künftiger Migration aus den assoziierten Staaten Mittel- und Osteuropas nach einer Osterweiterung zusammen. Der zweite Beitrag in diesem Wochenbericht enthält eine Analyse zu den Lohn- und Beschäftigungseffekte der Zuwanderung auf der Grundlage einer Studie des IZA.

Themen: Europa


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