Relative Einkommenspositionen der westdeutschen Haushaltsgruppen in den achtziger und neunziger Jahren

DIW Wochenbericht 18 / 1995, S. 355-360

Klaus-Dietrich Bedau

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Abstract

Seit Anfang der achtziger Jahre ist die Zahl der westdeutschen Privathaushalte von knapp 25 Mill. auf reichlich 29 Mill. gestiegen. Die Erwerbstaetigen-Haushalte nahmen um ein Zehntel, die Haushalte von Nichterwerbstaetigen um mehr als ein Drittel zu. Die durchschnittlich verfuegbaren Einkommen fast aller westdeutschen Haushaltsgruppen entwickelten sich in den achtziger und neunziger Jahren weitgehend parallel; die Haushaltseinkommen der Transferempfaenger hielten mit denen der Arbeitnehmer Schritt. Das Einkommen der SelbstaendigenHaushalte ausserhalb der Landwirtschaft expandierte indes bei konjunkturell bedingten Ausschlaegen wesentlich staerker als die Einkommen der uebrigen Haushaltsgruppen. Fuer die landwirtschaftlichen Haushalte verlief die Einkommensentwicklung weniger guenstig. Beim Vergleich der Durchschnittseinkommen ist in Rechnung zu stellen, dass aus dem verfuegbaren Haushaltseinkommen der einzelnen Gruppen eine unterschiedliche Zahl von Personen zu versorgen ist. Zu bedenken ist einfach, dass Kleinhaushalte vergleichsweise hohe Kosten fuer einige Bereiche der Wirtschaftsfuehrung zu tragen haben; groessere Haushalte profitieren hier von einre Kostendegression. Die in diesem Bericht verwendeten Daten entstammen amtlichen Berechnungen zur Einkommensverteilung nach Haushaltsgruppen und Einkommensarten, die neue Ergebnisse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung angepasst wurden. Ausgeklammert bleiben die nichtentnommenen Gewinne der Unternehmen ohne eigene Rechtspersoenlichkeit.


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