DIW Wochenbericht 25 / 2008, S. 334-338
Sven Heitzler
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Die europäischen Postmärkte sollen bis spätestens Ende 2012 vollständig liberalisiert werden. Im Zuge dieser Entwicklung werden derzeit die nationalen Regulierungsrahmen den neuen Bedingungen angepasst, und es wird diskutiert, inwiefern die bisherigen Monopolanbieter (auch) zukünftig ihren Mitbewerbern Zugang zu ihren Netzen bieten müssen. Der Postsektor wird dabei häufig mit der Telekommunikationsbranche verglichen. Tatsächlich sind die Unterschiede zwischen beiden Industrien jedoch so erheblich, dass sich die Regulierung der Telekommunikation nicht auf den Postsektor übertragen lässt. Insbesondere Verpflichtungen zum Netzzugang und Endpreisregulierungen lassen sich im Postbereich kaum rechtfertigen. Im Zuge der Liberalisierung sollte daher eine Regulierungsstrategie verfolgt werden, die auf minimale Anforderungen, wie etwa den Zugang zu Adressverzeichnissen und Postfächern, setzt und so die bestmöglichen Voraussetzungen für effektiven Wettbewerb schafft.
Themen: Wettbewerb und Regulierung
JEL-Classification: L51;L13;D43
Keywords: Postal economics, Postal regulation, Telecommunications regulation, Transferability
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151622
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