DIW Wochenbericht 26 / 2008, S. 357-363
Georg Erber, Martin Petrick, Vanessa von Schlippenbach
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Seit Mitte 2007 sind die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis, Mais und Weizen bei international gehandelten Sorten dramatisch gestiegen. In welchem Umfang zu dieser Entwicklung Spekulationen an den Rohstoffmärkten beigetragen haben, lässt sich nicht beziffern. Unabhängig davon setzt eine langfristige Überwindung der gegenwärtigen und künftigen Versorgungsengpässe, unter anderem Investitionen in effizientere Agrartechnologien und Infrastrukturen voraus. Hier ist die internationale Gemeinschaft gefragt. Neben lokalen Strukturhilfemaßnahmen sollte sie den Abbau von internationalen Handelsbarrieren im Agrarbereich weiter vorantreiben. Der erhoffte Strukturwandel kann jedoch gehemmt werden, wenn Agrarproduzenten sowohl der Marktmacht der nachfragenden Händler als auch der Angebotsmacht von Vorleistungslieferanten ausgesetzt sind. Daher erscheint die Kontrolle von Marktmachtmissbräuchen auch auf internationaler Ebene zwingend, um die Funktionsfähigkeit von Agrarmärkten und schließlich die Sicherheit der Versorgung mit Nahrungsmitteln zu erhöhen.
Themen: Ressourcenmärkte
JEL-Classification: D84;L4;Q11;Q17
Keywords: Agricultural prices, Noise traders, Trade liberalization, Vertical relations
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151628
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